Atemschutz Workshop
Der erste Abend begann nach der Begrüßung durch Kommandant Marco Wahl mit einer Unterweisung in der Handhabung der Geräte, der Zusatzausrüstungen sowie die Gefahren der Einsatzstelle.
Am Samstagmorgen startete dann die Praxisausbildung zunächst mit einer Vorführung zum Thema Raumdurchzündung, auch Flashover genannt, sowie den unterschiedlichsten Möglichkeiten, das Fortschreiten eines Feuers in einem Gebäude anhand der Rauchfarbe, der Flammen sowie deren Ausbreitung beurteilen zu können. Ausbilder Markus Nothdurft erläuterte dabei am Modell auch die Möglichkeiten, wie eine bevorstehende Raumdurchzündung erkannt werden kann und deren Wahrscheinlichkeit durch geeignete Gegenmaßnahmen verringert werden kann.
Ausbilder Alexander Lauber erläuterte die Funktion und Handhabung des Rauchabschlusses, einer einfachen aber effektiven Möglichkeit, das Austreten von Brandrauch aus einem Raum deutlich zu verringern, um zum Beispiel ein angrenzendes Treppenhaus als möglichen Fluchtweg nicht zu gefährden. Die Handhabung zum zügigen und sicheren Einbau in Türrahmen wurde dann von den einzelnen Teilnehmern an unterschiedlichen Türen des Feuerwehrhauses trainiert.
Um sich auch in einer stark verrauchten Wohnung zurecht finden zu können, um Menschen, die sich noch in der Wohnung befinden retten zu können, wurden zum Abschluss des ersten Wochenendes noch die verschiedensten Suchtechniken geübt. Aus Tischen wurden dazu die unterschiedlichsten Wohnungsgrundrisse aufgebaut und die Sicht der Teilnehmer durch verkleben der Maskenscheiben sehr stark eingeschränkt. Ziel war es, in Zweiertrupps die Wohnung abzusuchen, die Übungspuppe zu finden und diese dann wieder aus der Wohnung zurück zum Ausgangspunkt der Übungsstrecke zu bringen.
Das zweite Wochenende startete dann mit den Aufgaben als Sicherheitstrupp, der bei Einsätzen mit Wohnungs- oder Gebäudebränden bereit steht, um bei einem Notfall schnell den verunglückten Trupp suchen und retten zu können. Beim Ausbildungsblock „Baukunde" ging es um die Möglichkeiten, bereits von außen ein Gebäude einschätzen zu können. Dies wurde am Samstag Morgen dann in einem" kleinen Spaziergang" durch Lorch an Beispielen geübt.
Bei den anschließenden Praxisübungen standen die richtige Vorgehensweise im Innenangriff zur Brandbekämpfung auf dem Programm. Dazu gehörte jedoch nicht nur das Löschen, sondern auch die Vornahme eines mit Wasser gefüllten Schlauches durch ein Treppenhaus und mehrerer Türen bis zu dem Raum in dem das eigentliche Feuer zu bekämpfen war. Für diese Aufgabe ging es zum Limesturm am Kloster Lorch. Die Teilnehmer mussten unter Anleitung der Ausbilder Manfred Bauer und Christian Dolderer eine Wasserleitung sicher nach oben bringen und dabei auf mögliche Gefahren achten. Zurück auf dem Übungshof des Feuerwehrhauses wurde dann die Taktik zum Kühlen der heißen Rauchgase und zum Eigenschutz bei einer Raumdurchzündung trainiert.
In einer weiteren Station ging es um den Einsatz der Drehleiter zur Brandbekämpfung. Zunächst erklärte Ausbilder Karl-Heinz Hegelmaier hierzu die verschiedensten Möglichkeiten sowie Besonderheiten der Drehleiter, bevor die Teilnehmer dann über die Drehleiter in ein Fenster eines Wohnhauses einsteigen mussten.
Als Abschluss der Ausbildung lies man den Abend mit einem Atemschutzfest ausklingen.
