Gesamtwehrübung am Reichenhof
Am 26.06.2006 fand eine Übung der Gesamtfeuerwehr Lorch statt, an welcher die Abteilung 1 (Lorch), die Abteilung 2 (Waldhausen) und Strauben teilnahmen. Nach einer Einweisung durch den Kommandanten Marco Wahl ging es mit dem Löschzug in Richtung Reichenhof zu dem für die Übung angenommenen Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen. Dort erwartete den Einsatleiter im MTW ein verrauchter Raum mit 2 vermissten Personen, eine davon vermutlich im Brandraum, eine ein Stockwerk höher auf der Bühne. Nach der Erkundungsphase bekam das LF 16/12 den Einsatzbefehl mit zwei Trupps den Innenangriff zur Menschenrettung und Brandbekämpfung durchzuführen. Der erste Trupp ging hierbei in den stark verauchten Bereich vor, wobei dann auch das Öffnen einer Türe zum Betreten eines Brandraumes geübt wurde, der zweite Trupp begab sich auf die Bühne der Lagerhalle zur Suche nach der zweiten vermissten Person und zur Kontrolle der Brandausbreitung auf die Bühne.Die anschließend eintreffenden Fahrzeuge DLK 23/12, LF 16TS und TSF-W bauten von der nahe gelegenen Rems eine Wasserversorgung zusätzlich zum Hydrantennetz auf und unterstützten mit zusätzlichen Atemschutzträgern die Personenrettung und Brandbekämpfung. Die Drehleiter wurde als evt. später noch notwendig werdende Riegelstellung zum angrenzeden Gebäude und zur Brandbekämpfung von oben in Bereitschaft gebracht.
Während dessen wurde dem Einsatzleiter mitgeteilt, es habe sich ein Unfall zwischen einem Tanklastzug und einem PkW ereignet, was einen Folgeeinsatz nach sich zog. Der Einsatzleiter alarmierte hierauf den Rüstzug bestehend aus TLF 16/25, LF8 und RW. Somit wurde ein weiterer Einsatzabschnitt VU eingerichtet, wobei zwei Personen aus einem PkW zu retten waren, dessen Motorhaube sich unter einem Tanklastzug mit auslaufendem Kraftstoff befand. Die Verletzten wurden wie beim angenommenen Brand auch hier von der Rotkreutzgruppe aus Lorch gemimt.
Um der Brandgefahr durch das auslaufende Benzin zu begegnen, wurde die Fläche um den PkW eingeschäumt (was in der Übung nur angedeutet und nicht real durchgeführt wurde, um ein Eindringen der Schaummittel ins Erdreich zu vermeiden) und mit der Rettung der beiden Verletzten aus dem PkW begonnen. Während sich dies beim Beifahrer recht schnell bewerkstelligen lies, wurde beim zweiten Verletzten eine Wirbelsäulenverletzung angenommen, weshalb dieser möglichst schonend aus dem PkW gerettet werden musste. Hierzu wurde zuerst ein Zugang für den ebenfalls von der Ortsgruppe Lorch des DRK gestellten Notarztes geschaffen, welcher sich anschließend um die Stabilisierung der Verletzten kümmerte. Danach wurde mit dem Entfernen der Türen und des Daches begonnen, um den Verletzten nach oben aus dem Fahrzeug retten zu können.
Parallel dazu wurde von der Ortsgruppe des DRK ein Zelt aufgebaut, um die Verletzen zu versorgen. Der Rüstzug kümmerte sich um den auslaufenden Kraftstoff, zum Abpumpen wurde noch der Gefahrgutzug herbeigerufen.

