Verkehrsunfall - Und dann ???
Was passiert eigentlich bei einem Verkehrsunfall ? Was ist zur Rettung von Personen zu tun, wenn diese im Fahrzeug eingeklemmt sind und sich nicht selber befreien können ? Diese Fragen beantworteten das Deutsche Rote Kreuz und die Feuerwehr Lorch den zahlreichen Gästen Schritt für Schritt in einer Schauübung am Feuerwehrhaus in Lorch. Initiert wurde die Veranstaltung von der Koronarsportgruppe des TSV Lorch anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des TSV Lorch.
Begonnen wurde zunächst mit einer Fahrzeugschau. Welche Fahrzeuge haben Rettungsdienst und Feuerwehr, welche Geräte kommen zum Einsatz und wie funktionieren diese. Selbstverständlich durften auch die kleinen Gäste einmal Probe sitzen und sich das Ganze aus der Nähe anschauen.Um 15 Uhr startete dann die eigentliche Schauübung. Ins zuvor demolierte Fahrzeug setzte sich ein Freiwilliger aus den Reihen der Gäste.
Begonnen wurde mit der Anfahrt der Fahrzeuge. Das LF 16/12 der Feuerwehr Lorch und der Rettungswagen des DRK fuhren eine kleine Runde um das Bürgerhaus und begannen mit dem Schauübung. Während ein Trupp der Feuerwehr die Verkehrsabsicherung übernahm, wurde von den beiden anderen Trupps das Fahrzeug gegen ungewolltes Wegrollen gesichert und die für die spätere Rettung notwendigen Geräte vorbereitet und im Bereitstellungsraum zurecht gelegt. Um auch bei einem möglichen Brennen des Fahrzeuges rasch eingreifen zu können, wurde mittels Schnellangriff und Feuerlöscher parallel für den notwendigen Brandschutz gesorgt.
Nach Rücksprache zwischen der Notärztin und dem Gruppenführer der Feuerwehr wurde zunächst für die medizinische Erstversorgung ein Zugang für den Rettungsdienst ins Innere des PKW geschaffen. Dazu wurden die Seitenscheiben entfernt und die Beifahrertüre sowie die Türen der hinteren Sitzreihe mit dem Spreizer geöffnet und entfernt. Anschließend wurde der Patient vom Rettungsdienst medizinisch versorgt und stabilisiert. Dazu wurde zum Beispiel eine Halskrause angelegt.
Um die Rettung aus dem Fahrzeug möglichst schonend durchführen zu können, wurden anschließend die Beifahrertüre und die Frontscheibe entfernt. Mit gezielten Entlastungsschnitten im Dachbereich und dem Durchtrennen der A und B-Säulen konnte dann das Dach nach hinten weggeklappt werden. Der nun deutlich vergrößerte Freiraum konnte genutzt werden, um den Patienten mittels Tragehilfe auf die Krankentrage zu verlagern um ihn anschließend im Rettungswagen weiter zu versorgen.
Als Abschluss wurde von der Feuerwehr noch mittels hydraulischem Stempel demonstriert, wie eine im Fußraum eingeklemmte Person durch gezielte Vergrößerung des zusammengedrückten Fußraumes gerettet werden kann. Hierzu wurde die A-Säule mittels Stempel und Entlastungsschnitten im Bodenbereich nach vorne gedrückt.
Das DRK und die Feuerwehr Lorch bedankten sich bei den Gästen für den Besuch der Veranstaltung.

