Energiesysteme für die Zukunft und von was ältere Herren sonst noch träumen
Im Alltag werden wir fast täglich mit dem Thema „Erneuerbare Energien" durch Presse, Rundfunk und Fernsehen und die Industrie oftmals gegenteilig informiert. Um belastbare Informationen aus erster Hand zu bekommen, lud der Obmann der Altersabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Ruppertshofen, Hermann Klink, vor kurzem seine Kameraden vor Ort und die Freunde aus Alfdorf, Lorch und Welzheim zu einer Informationsfahrt auf die Schwäbische Alb ein.
Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Württemberg als Betreiber der Versuchsanlage Widderstall wurde 1998 vom Land Baden-Württemberg zusammen mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen als gemeinnützige Stiftung gegründet. Die Ziele der Arbeit des ZSW sind die Forschung und Entwicklung für Technologien zur nachhaltigen und klimafreundlichen Bereitstellung von Strom, Wärme und regenerativen Kraftstoffen, die Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen in markttaugliche Produkte, Beratung von politischen Entscheidungsträgern und Fachverbänden und die Öffentlichkeitsarbeit zu erneuerbaren Energien.
Vorbei an feststehenden und ein- oder mehrachsigen, nachgeführten Versuchsgeneratoren und durch Teststände, mit denen die Leistungen der jeweils verschiedenen Module ermittelt und verglichen werden, führte uns Herr Dipl. Ing. Schanz durch das Solar-Testfeld. Zwischen seinen kompetenten Ausführungen zur Direktumwandlung von Licht in elektrische Energie und der dafür besonders entwickelten photovoltaischen Anlagentechnik im Solar-Testfeld Widderstall war für die Besucher immer Gelegenheit Fragen zu stellen, die von Herrn Schanz umgehend beantwortet wurden.
Das exzellente Mittagessen im Restaurant Gaumenschmaus direkt an der Autobahn A8 im Industriegebiet Merklingen leitete zum zweiten Teil, dem Besuch einer der schönsten Modellbahnanlagen Europas, über. Auf dieser Märklin Modellbahnanlage in Spur HO, die auf circa 120 m² aufgebaut ist, verkehren insgesamt 42 komplette Zuggarnituren auf 800m Gleis. Sondermodelle wie z.B. zwei Videoloks oder der Big Boy, ein Güterzugmodell aus den USA mit bis zu 6 m Länge, sind in die Anlage integriert. Einige Modellbahn-Begeisterte aus der Reisegruppe standen in Gedanken versunken minutenlang wie träumend vor den einzelnen Modelllandschaften. Diese reichen vom Hochgebirgsmodell über ländlich gestaltete Gegenden bis zum Großstadtmodell mit Straßenbahn und Industrieanlagen. Andere bestaunten das fröhliche Treiben im Hof der mittelalterlichen Burg und die Technikfreunde ließen sich die aufwendige Technik im hinteren Teil der Anlage erklären.
Am Spätnachmittag brachte der Bus die Reisegruppe bei herrlichem Sonnenschein über die ausgedehnte Albhochfläche ins Albvorland nach Süßen. Dort wurde im Traditions-Gasthof Hirsch ein schwäbisches Vesper serviert, bevor die Gruppe nach ausgiebigem Gedanken-austausch und dem Dank an den Reiseleiter Hermann Klink die Rückfahrt in die Standorte antrat.
