Besuch der Altersabteilung bei der Firma Ziegler
Die Firma Albert Ziegler GmbH und Co.KG. ist für Feuerwehrangehörige älterer Jahrgänge der Feuerwehr Austatter im Süddeutschen Raum. Deshalb meldeten sich in der vergangenen Woche auch die Altersabteilungen der freiwilligen Feuerwehren Alfdorf, Lorch, Ruppertshofen und Welzheim zu einer Werksbesichtigung „ beim Ziegler" an.
Der mit 50 Personen voll besetzte Bus startete pünktlich um 12.15 Uhr am Gerätehaus in Alfdorf. Von dort ging die Fahrt bei herrlichem Frühlingswetter über Ruppersthofen durch das idyllische Leintal über Aalen durchs Brenztal, den Hügeln der Ostalb entlang über Heidenheim nach Giengen. Dort wurden die Reisenden bereits am Werktor der Firma Ziegler von dem für sie zuständigen Werksführer empfangen und in ihre"Rechte und Pflichten" während der gut zweistündigen Werks-
besichtigung eingewiesen.
Diese führte zuerst durch den Wareneingang, wo die Gussteile, die zu den verschiedensten, je nach Einsatz und Beanspruchung weiterverarbeiteten Pumpengehäuse und Pumpenräder zwischengelagert waren, in die mechanische Werkstatt. Hier werden die Teile in Kleinserien weiter verarbeitet und in die Pumpen - Montage weitergeleitet. Hier werden die Pumpen bereits Auftrags gebunden je nach ihrer späteren Verwendung als Einbauaggregat oder als Tragkraftspritze fertig montiert.
Von der Pumpenmontage aus wurde die Besuchergruppe in die für alle Teilnehmer interessanteste Abteilung, nämlich die Fahrzeugmontage geführt. Dort werden selbst gefertigte Ziegler-Aufbauten mit den, je nach Typen und Normen erforderlichen, Fahrgestellen verschiedener Hersteller vereint und entsprechend ausgestattet. Insbesondere die Montage von Sonderfahrzeugen für Flughafenfeuerwehren, die für eine Einmann-Bedienung ausgelegt, mit einem Wassertank von 12000 Litern ausgestattet sind und mit bis zu 700 PS starken Motoren bei einem Gesamtgewicht von 43 Tonnen eine Geschwindigkeit von über 100 km/h erreichen, begeisterten die Besucher.
Auch bei Normfahrzeugen wie Gerätewagen für Hilfeleistungseinsätze und bei Löschfahrzeugen konnte die Besuchergruppe feststellen, dass trotz DIN - Normen für Feuereinsatzfahrzeuge, je nach Land oder Stadt, alle Fahrzeuge verschieden ausgestattet und deshalb Einzelstücke sind. Dies erklärt auch den hohen Preis dieser Produkte. Am Ende der Führung konnte die Gruppe noch den Prüfstand besichtigen, wo gerade die Pumpe eines Flugfeldlöschfahrzeuges mit einer Nennleistung von 10000 l/min bei einem Druck von 10 bar geprüft wurde.
Nach einer abschließenden Frage- und Antwortrunde, in der auch das derzeitig laufende Kartellverfahren angesprochen wurde und ein Gruppenbild aufgenommen wurde, verabschiedete sich die Gruppe und bedankte sich bei ihrem Betreuer mit einem guten Tropfen aus dem Remstal.
Von Giengen aus brachte der Busfahrer die Reisegesellschaft zurück nach Alfdorf, nicht ohne einen gemütlichen Ausklang im Gasthof Rose in Mulfingen einzuschieben. Obmann Hermann Klink aus Ruppertshofen bedankte sich im Namen aller Mitreisenden beim Organisator Siegfried Volz aus Alfdorf für die Vorbereitung und Durchführung der gelungenen Ausfahrt, bevor die Reiseteilnehmer in ihre Standorte einrückten.

