Statt einem Berufsfeuerwehrtag veranstaltete die Jugendfeuerwehr dieses Jahr ein Ausbildungswochenende. So lag dieses Mal die Ausbildung der Jugendlichen im Fokus und nicht die plötzlich auftretenden Einsätze, die es abzuarbeiten gilt.
Das Wochenende begann mit dem Aufbau und Bezug der Feldbetten im Feuerwehrhaus. Daraufhin folgte durch die Betreuer die Vorführung einer Fett- und eine Spraydosenexplosion, welche bei der anbrechenden Dunkelheit einen Wow Effekt bei den Jugendlichen auslöste. Der Grundsatz brennendes Öl nie mit Wasser zu löschen war allen Jugendlichen bereits bestens bekannt und somit konnte direkt ein passendes Vorgehen vorgeschlagen werden. Durch das bei uns stationierte „Experimentarium“ der Jugendfeuerwehr BW konnten wir auch vorführen was passiert, wenn eine Spraydose mit Flammen beaufschlagt wird. Hiervon waren alle Jugendlichen sehr beeindruckt und es war allen klar, dass dies sehr gefährlich ist! Zum Ausklang des gemeinsamen Abends fand dann noch ein Filmabend statt, bevor es ins Bett ging.
Am nächsten Morgen starteten wir mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach ging es an den ersten Ausbildungsblock. Hier zeigten uns Lars und Timo anhand eines sogenannten „Dollhouse“ wie sich ein Feuer verhält und was uns der Rauch über das Feuer und sein Verhalten sagt. Alle Jugendlichen waren begeistert und haben viel Neues gelernt.
Nach einer kurzen Pause wurden die Jugendlichen in zwei Gruppen eingeteilt. Die jüngeren und neueren Jugendlichen spielten gemeinsam Feuerwehrdomino, um Begriffe und Geräte besser kennenzulernen. Vertieft wurde das ganz im Anschluss noch mit Fahrzeugkunde an unseren Fahrzeugen.
Zeitgleich wurde hieß es für die Gruppe der älteren Jugendlichen ein neues Ausbildungsszenario zu bewerkstelligen. Die Betreuer haben ein Szenario eines Arbeitsunfalls vorbereitet, bei dem ein IBC-Behälter von einem Anhänger gerutscht und ein Arbeiter darunter eingeklemmt war. Als erstes wurde gemeinsam die Lage bekundet und das weitere Vorgehen besprochen. Dabei wurde festgestellt das in dem Behälter leicht entzündliche Flüssigkeit enthalten ist und deshalb ein Schaumangriff in Bereitstellung nötig ist. Dieser wurde dann von den Trupps des LF zügig aufgebaut. Währenddessen betreute ein Trupp des GW-T die verletzte Person, der andere Trupp bereitete den Arbeitsbereich und die benötigten Geräte vor. Mithilfe der Hebekissen und des Greifzugs konnte im Anschluss gemeinsam die Person schnell gerettet werden.
Ziel des Ausbildungstages war es Themen und Aktionen intensiver und umfangreicher mit den Jugendlichen durchzuführen, als es bei einem normalen Dienst der Jugendfeuerwehr möglich ist. Das dies gelungen ist waren sich Jugendlichen und Betreuer beim Abschluss mit einem gemeinsamen Mittagessen einig.





